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Psychodrama
Schlechte Erziehung
Spielfilm
E 2004
ab 12
105 Min. (106 Min.)
Originaltitel: La mala educación
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Der Regisseur Enrique Goded wird von seinem Jugendfreund Ignacio aufgesucht, der ihm einen Filmstoff über die gemeinsame Vergangenheit im Klosterinternat anbietet. Doch Ignacio hat ein Geheimnis.
Nominiert für 5 Europäische Filmpreise Der erfolgreiche Filmregisseur Enrique Goded bekommt überraschend Besuch von einem alten Freund, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hat: Ignacio Rodríguez. Ignacio, ein Schauspieler auf der Suche nach einer neuen Rolle, legt Enrique ein selbstgeschriebenes Drehbuch vor, das Enrique gleichermaßen fasziniert wie abstößt. Darin arbeitet Ignacio ihre gemeinsame Jugend in einer spanischen Klosterschule in den 1960er Jahren auf und erzählt von ihrer heimlichen Leidenschaft füreinander, aber auch von dem sexuellen Missbrauch durch den Schuldirektor und Lehrer Padre Manolo. Ignacio, der sich mittlerweile Ángel nennt, schwebt für sich selbst eine ganz bestimmte Rolle in diesem Stück vor und es kommt zu einem Streit zwischen den Freunden, der alte Wunden wieder aufreißt und grausame Wahrheiten ans Licht befördert. Pedro Almodóvars queeres Drama über Liebe im Kindesalter, katholische Priester und sexuellen Missbrauch eröffnete 2004 als erster spanischer Film überhaupt die internationalen Filmfestspiele von Cannes. Die Grundzüge des Films weisen Parallelen zu Almodóvars eigenem Leben auf, so wuchs er selbst auch als Schüler einer Klosterschule auf und war in den 80er Jahren ebenfalls ein gefeierter Regisseur. In der Hauptrolle glänzt der mexikanische Filmstar Gael García Bernal, der für seine vielen Arthouse-Rollen bereits in Cannes, Venedig und bei den Golden Globes ausgezeichnet wurde.
Pedro Almodóvars 15. Film "La mala educación" erzählt zwar von ernsten Themen wie dem priesterlichen Missbrauch in den düsteren 1970er-Jahren, allerdings geht es ihm dabei nicht um den moralischen Zeigefinger. Vielmehr kreiert das Melodrama ein Zeitgemälde der "movida", des künstlerischen Aufbruchs in Madrid zu Beginn der 80er-Jahre nach der Franco-Diktatur. Obwohl nicht autobiografisch, ist "La mala educación" doch ein sehr persönlicher Film geworden, denn der spanische Erfolgsregisseur gilt selbst als Avantgardist der "movida". Zudem ist das Melodrama auch eine Liebeserklärung an das Kino. Raffiniert verschachtelt erzählt "La mala educación", der 2004 das Filmfestival von Cannes eröffnete, von drei Dreiecksgeschichten in drei verschiedenen Zeit- und Wirklichkeitsebenen. Inspiriert ist er vom Film noir, und wie es sich gehört, gibt es auch hier eine Femme fatale, die allerdings - typisch für Almodóvar - von einem Mann verkörpert wird. Diese Rolle hat der mexikanische Shootingstar Gael García Bernal übernommen, mit dem Almodóvar hier zum ersten Mal zusammenarbeitete. Bernal wurde dem internationalen Publikum mit Alejandro Ganzález Iñárritus "Amores Perros" sowie mit Alfonso Cuaróns "Y tu mamá también" bekannt. Momentan arbeitet er wieder mit Cuarón an einem Projekt sowie mit dem Brasilianer Fernando Meirelles.
Mitwirkende
Gael García Bernal
Zahara / Juan / Ángel
Fele Martínez
Enrique Goded
Daniel Giménez Cacho
Padre Manolo
Lluís Homar
Sr. Berenguer
Francisco Boira
Ignacio
Francisco Maestre
Padre José
Javier Cámara
Paquito
Juan Fernández
Martín
Nacho Pérez
Ignacio
Raúl García Forneiro
Enrique
Alberto Ferreiro
Enrique Serrano
Petra Martínez
Madre
Roberto Hoyas
Camarero
Agustín Almodóvar
Enrique's pool attendant
Pedro Almodóvar
Pool cleaner
Sara Montiel
Soledad
Pau Poch
Niño
Leonor Watling
Mónica
José Luis Alcaine
Kamera
Alberto Iglesias
Musik
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