Wissen
Einstein
Reportage
CH 2022
30 Min.
Stereo
Wie Tiere die Klimakrise überleben
Massives Artensterben und hohe Meeresspiegel: Schon vor 56 Millionen Jahren gab es auf der Erde einen Klimawandel. Wie haben Tiere damals auf die Hitze reagiert? Dies erforschen Wissenschaftler auf der ganzen Welt. Sie suchen nach Antworten, wie die Zukunft der Tiere auf der Erde aussehen könnte.
Bedrohliche HeisszeitForschende warnen heute vor einer neuen Heisszeit. Diese wirft in Form des Klimawandels ihre Schatten weit voraus. Während einer Heisszeit würde sich die Erde langfristig um etwa vier bis fünf Grad Celsius erwärmen - mehr als bisher angenommen. Dies hätte drastische Auswirkungen auf alle Ökosysteme und wäre für alle eine grosse Herausforderung: auch für die Tierwelt.Erdmännchen in GefahrDen Erdmännchen in der Kalahari geht es schlecht. Durch die immer längeren Hitzeperioden finden sie kaum mehr Nahrung. Welche Konsequenzen diese Extremsituation auf die Tiere hat, erforscht die Schweizerin Marta Manser seit fast 30 Jahren. "Einstein" hat die Biologieprofessorin und ihre Erdmännchen-Gruppe in Zürich besucht.Knochenfunde als ZukunftsweiserIm Bighorn Basin, einer kargen Landschaft im amerikanischen Wisconsin, suchen sogenannte Paläoklimatologinnen und -klimatologen nach Fossilien. Sie suchen nach Zähnen, Skeletten oder auch kleinsten Knochensplittern. Jeder Fund kann für die Forschenden das Puzzleteil sein, das ihnen noch gefehlt hat, um dem grossen Rätsel auf die Spur zu kommen: welche Tiere während der Heisszeit vor 56 Millionen Jahren gelebt haben und wie sie es geschafft haben, sich an die schwierigen Lebensbedingungen anzupassen.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
33517311