Infomagazin
WELTjournal +
Reportage
A 2021
50 Min.
Stereo
16:9
Tulum Mexiko - das verlorene Paradies
Tulum im Süden Mexikos galt lange als Geheimtipp unter Rucksacktouristen und Kulturinteressierten. Doch seit internationale Investoren auf den Plan getreten sind, hat sich der paradiesische Ort auf der Halbinsel Yukatán radikal verändert.
Mit seinen Traumstränden, dem tropischen Regenwald und den historischen Maya-Pyramiden galt das Küsten-Städtchen Tulum im Süden Mexikos lange als Geheimtipp unter Rucksacktouristen und Kultur-Interessierten. Doch seit internationale Investoren auf den Plan getreten sind, hat sich der paradiesische Ort auf der Halbinsel Yukatán radikal verändert. Exklusive Hotels und teure Appartement-Anlagen sind entstanden, eine internationale Partyszene feiert im Dschungel und am Strand Mega-Events mit elektronischer Musik. Das WELTjournal+ zeigt Tulums neue Luxustouristen, die die - in Anlehnung an die Kultur der Mayas - vermarktete Einfachheit und Spiritualität der teuren Öko-Resorts lieben. Sie speisen in exquisiten Baumhäusern im Regenwald, machen Yoga vor präkolumbianischen Maya-Ruinen und versuchen, sich mit halluzinogenen Pflanzen in Trance zu versetzen. Dafür sind sie bereit tief in die Tasche zu greifen, mit Zimmerpreisen von € 1.000.- pro Nacht. Mit den feierwütigen Party-Touristen ist um Tulum der Drogenhandel explodiert und mit ihm Bandenkriege und Gewalt. Auch die ökologischen Folgen des neuen Massentourismus sind katastrophal: Grundwasser und die Korallenriffe werden durch ungeklärtes Abwasser, Abfälle und Drogen verschmutzt.
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