Drama
Barbara
Spielfilm
D 2012
ab 6
105 Min.
Stereo
16:9
Ärztin Babara Wolff will raus aus der DDR. Sie stellt einen Ausreiseantrag, wird inhaftiert und dann - weg aus der Hauptstadt und von der Charité - auf das platte Land verbannt, in die Kinderchirurgie eines Provinzkrankenhauses an der Ostsee. Dort wartet sie auf ihren Geliebten Jörg aus Düsseldorf und eine Fluchtmöglichkeit in den Westen. Gefahr droht nicht nur vonseiten der Stasi, sondern auch in Gestalt ihres neuen Chefs Andre, dem sie nicht über den Weg traut. Unter diesen Vorzeichen nehmen die Dinge ihren Lauf im Sommer des Jahres 1980.
DDR, Sommer 1980: Die junge Ärztin Barbara hat einen Ausreiseantrag gestellt. Kurz darauf wird sie strafversetzt, aus der Hauptstadt in ein kleines Krankenhaus tief in der Provinz, weitab von allem. Jörg, ihr Geliebter aus dem Westen, arbeitet an der Vorbereitung ihrer Flucht, die Ostsee ist eine Möglichkeit. Barbara wartet. Die neue Wohnung, die Nachbarn, der Sommer und das Land, all das berührt sie nicht mehr. Sie arbeitet in der Kinderchirurgie unter der Leitung ihres neuen Chefs André, aufmerksam und sorgsam gegenüber den Patienten, distanziert zu den Kollegen. André verwirrt sie. Sein Vertrauen in ihre beruflichen Fähigkeiten, seine Fürsorge, sein Lächeln. Warum deckt er ihr Engagement für die junge Ausreißerin Stella? Ist er auf sie angesetzt? Ist er verliebt? Barbara beginnt die Kontrolle zu verlieren. Über sich, über ihre Pläne, über die Liebe. Der Tag ihrer geplanten Flucht, zu Jörg, steht kurz bevor. Hochspannend und emotional, dicht und ganz gegenwärtig erzählt Christian Petzold von Menschen, die sich mit größter Wachheit begegnen; von einer Wahrheit, die es nicht ohne die Lüge gibt, und der Liebe, die vor sich selber auf der Hut ist; von der Freiheit zu gehen und der Freiheit zu bleiben. Zum herausragenden Ensemble gehören Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Jasna Fritzi Bauer, Mark Waschke und Rainer Bock.
Nina Hoss erhielt für ihre Rollen in Christian Petzolds Filmen "Toter Mann" (2001) und "Wolfsburg" (2003) jeweils den Adolf-Grimme-Preis. Für ihre darstellerische Leistung in Petzolds "Yella" (2007) erhielt sie als beste Darstellerin den Silbernen Bären der Berlinale (2007) und den Deutschen Filmpreis (2008). Für "Barbara" wurde Hoss 2012 für den Europäischen Filmpreis nominiert. Der Regisseur des preisgekrönten DDR-Dramas, Christian Petzold, erhielt bei der Berlinale 2012 den Silbernen Bären für die beste Regie. Im gleichen Jahr wurde "Barbara" vielfach für den Deutschen Filmpreis nominiert und erhielt die Lola in Silber für den besten Film. Petzold arbeitet zurzeit an der Verfilmung des in den frühen 40er Jahren im mexikanischen Exil verfassten Romans "Transit" von Anna Seghers.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Nina Hoss
Barbara
Ronald Zehrfeld
André
Rainer Bock
Klaus Schütz
Christina Hecke
Assistenzärztin Schulze
Jasna Fritzi Bauer
Stella
Mark Waschke
Jörg
Peter Benedict
Gerhard
Claudia Geisler-Bading
Stationsschwester Schlösser
Peter Weiss
Medizinstudent
Carolin Haupt
Medizinstudentin
Deniz Petzold
Angelo
Rosa Enskat
Hausmeisterin Bungert
Peer-Uwe Teska
Kellner im Ausflugslokal
Elisabeth Lehmann
Junge Kellnerin
Thomas Neumann
Rentner am Auto
Anette Daugardt
Mitarbeiterin Schütz
Thomas Bading
Klavierstimmer
Susanne Bormann
Steffi
Jannik Schümann
Mario
Alicia von Rittberg
Angie
Barbara Petzold
Maria
Jean Parschel
Mitarbeiter Schütz
Christoph Krix
Andrés Nachbar
Kirsten Block
Friedl Schütz
Irene Rindje
Friedls Schwester
Christian Petzold
Regie
Harun Farocki
collaborator on screenplay
Hans Fromm
Kamera
Stefan Will
Musik
33106811