Die Nordreportage
Gesellschaft + Soziales
51,4 Millionen Tonnen Haushaltstabfall fallen in Deutschland im Jahr an. Und dabei ist eine Menge Abfall noch gar nicht mit eingerechnet: Zigarettenstummel, die auf den Boden geworfen werden, Kronenkorken des Feierabendbiers am Elbstrand oder die Verpackung des Einmalgrills, die nach dem Treffen im Park liegen bleibt. Wer den Blick dafür schärft, wird plötzlich eine Menge herumliegenden Müll bemerken. Das konnten auch die drei Schwestern Marie (26), Hannah und Lena (29) Pippert nicht weiter übersehen und entschlossen sich, die Müllproblematik selbst in die Hand zu nehmen. Sie gründeten 2019 das gemeinnützige Unternehmen oclean, mit dem sie zu Sammelaktionen aufrufen und Mitbürger*innen rund um das Thema Müllvermeidung informieren. Sie bekommen dabei so viel Zuspruch, dass sich ihr Alltag bald nur noch um das eine dreht: Müll. "Die Nordreportage" begleitet das Schwestern-Trio auf ihrem ersten Clean-up-Event nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie. Mit Handschuhen, Eimern und dem in der Garage der Großmutter geparkten Lastenfahrrad "Frau Müller" geht es an den Hamburger Hafen und daran, möglichst viele Helfer*innen zu finden. Am Ende steht nicht nur fest, wie viel Abfall zusammengetragen wird, es zeigt sich, dass Müllsammeln sogar Spaß machen kann.
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