Gerechtigkeit nahm man in der DDR nicht ganz genau
Kriminalfilm
Für immer ein Mörder - Der Fall Ritter
Spielfilm
D 2014
90 Min. (89 Min.)
Stereo
16:9
Kommissarin Yvonne Weber und ihr Kollege Frank Wolf sollen in Eisenach einen nicht aufgeklärten Mordfall aus der DDR-Zeit überprüfen. In den Akten stößt das Ermittlerteam auf Ungereimtheiten.
Ein packendes zeithistorisches Kriminaldrama. Was für zwei Polizisten zunächst wie ein Routinefall aussieht, wird zur zähen Aufdeckung eines Justizmordes in der Endzeit der DDR. Anfang 2000: Yvonne Weber, eine junge Kommissarin, wird von Frankfurt nach Eisenach versetzt. Im Zuge der obligatorischen Überprüfung ungeklärter Mordfälle zu DDR-Zeiten soll sie mit dem Kollegen Frank Wolf einen Frauenmord untersuchen, der 15 Jahre zurückliegt. Für alle auf der Dienststelle ist der Fall glasklar: Konrad Ritter war es. Der bekannte Musiker und Dorf-Playboy musste eine lebenslange Haftstrafe zwar nur anderthalb Jahre absitzen und ist in einem zweiten Prozess freigesprochen worden - angeblich durch die Finten eines Anwalts. Doch an seiner Schuld gibt es weit und breit keinen Zweifel - am wenigsten bei Frank Wolf, der als Kind mit dem Frauenhelden in einem Haus gewohnt hat. Yvonne Weber kommen jedoch Zweifel, als sie in den Akten auf haarsträubende Ungereimtheiten stößt: Ermittlungslücken, widersprüchliche Zeitangaben, unterdrückte Zeugenaussagen, Verhöre von 360 Stunden Dauer, unübliche Handhabe bei Recherchen durch die Stasi. Und so manche im trauten Kollegenkreis, die bei Grillpartys und anderen Zusammenkünften auf die Neue geradezu familiär wirken, scheinen damals irgendwie involviert gewesen zu sein - auch die Frauen. Doch alle blocken Webers neugierige Fragen ab. Als sie schließlich Frank Wolf überzeugen kann, gerät der in einen tiefgreifenden Loyalitätskonflikt mit seinen engsten Freunden. Gerade sein Ziehvater und heutiger Kommissariatsleiter, Schulte, spielte mit bei der Verfolgung des Unschuldigen. Schulte ist es auch, der dem Aufdeckungseifer von Weber und Wolf ein Ende setzt. Aber die beiden geben nicht auf.
Zu dem Film wird es eine Untertitelfassung für Hörgeschädigte geben. Regisseur Johannes Grieser hat bereits zahlreiche Fernsehfilme gedreht. Zuletzt führte er bei "Ein offener Käfig" (2013) und der "Tatort"-Folge "Todesschütze" (2012) Regie. Holger Karsten Schmidt gehört zu den großen Drehbuchautoren in Deutschland. Für "Zwei Tage Hoffnung" (2004) und "In Sachen Kaminski" (2006) erhielt er den ver.di-Fernsehpreis. Er war mehrfach für den Adolf-Grimme-Preis nominiert und gewann ihn in den Jahren 2010 und 2014 mit "Mörder auf Amrum" und "Mord in Eberswalde". Zu seinen aktuellen Filmen zählen "Mord in Aschberg" (2013) und "Nord bei Nordwest" (2014).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Hinnerk Schönemann
Frank Wolf
Teresa Weißbach
Yvonne Weber
Karl Kranzkowski
Wolfgang Schulte
Oliver Stokowski
Lutz Müller
Luca Zamperoni
Konrad Ritter
Katrin Wolter
Doreen Wojcik
Johannes Grieser
Regie
Holger Karsten Schmidt
Drehbuch
Volker Tittel
Kamera
Robert Schulte-Hemming
Musik
Jens Langbein
Musik
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