Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Folge 138 | Tourismus
Einem grauen Felsen gleich überragt die Kathedrale von Durham, im Nordosten Englands nahe der schottischen Grenze gelegen, die Dächer der Stadt. Halb Kirche und halb Bollwerk ist dieses Bauwerk ein eindrucksvolles Beispiel frühromanischer Kirchenarchitektur in England. Zum Kulturdenkmal erklärt wurde die dreigeschossige anglo-normannische Kathedrale mit zwei m dicker Arkadenwand und normannische Burganlage, der spätere Sitz der Bischöfe von Durham. 1099 von den Normannen erbaut, verteidigt die Kathedrale die Grenze gegen die aufsässigen Schotten und hütet gleichzeitig die kostbarste Reliquie der Insel, den Leichnam des heiligen Cuthbert. Mönche von der Insel Lindisfarne hatten ihn auf ihrer Flucht vor den Wikingern hierher gebracht. 999 errichteten sie über seinem Grab eine Kirche. Nur 100 Jahre später wird sie von den Normannen abgerissen. An ihrer Stelle erbauen sie die heutige Kathedrale. Wehrhaft nüchtern gibt sich diese nach außen hin. Figurenschmuck trägt sie nur sparsam. Sie beeindruckt durch ihre Größe. Auch im Innern. Die mächtigen Zylinderpfeiler mit ihrem Karo- und Zickzackmuster suchen ihres gleichen. Eindrucksvoll dokumentieren sie den Machtwillen der Normannen, etwas Neues zu schaffen, etwas, was noch nicht da gewesen ist. Spätere Herrscher haben in ihrem Ehrgeiz, die Kathedrale zu verschönern, ihre klare Einfachheit verdunkelt. Wer normannische Architektur in ihrer Ursprünglichkeit erleben will, der besucht die Palastkapelle der bischöflichen Residenz. Sie liegt neben der Kathedrale und hat gleich ihr viel mit einer Festung gemein. Denn Kreuz und Schwert gehören in Durham zusammen. In beeindruckenden Bildern dokumentiert dies der Film.
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