Was es bedeutet in Europa jüdisch zu sein
Drama
Evolution
Spielfilm
H/D 2021
95 Min. (97 Min.)
Pro Tipp
Fragmente einer Familiengeschichte aus drei Epochen. Drei Generationen: Eva, ihre Tochter Lena und Lenas Sohn Jonas. Drei Orte: Auschwitz, Budapest, Berlin. Was sie alle verbindet: das ost- und mitteleuropäische Judentum, ein fast vergessener Teil der europäischen Geschichte.
1945. In einer Gaskammer wird ein kleines Mädchen gefunden, das auf wundersame Weise überlebt hat. Jahrzehnte später in Budapest wird Eva, die bereits Anzeichen einer Demenz zeigt, von ihrer Tochter Lena nach Geburtsurkunden und Ausweispapieren gefragt. Doch alle offiziellen Dokumente, die sie besitzt, sind gefälscht, um ihre jüdische Herkunft zu verbergen. Und dann ist da in Berlin noch Evas Enkel Jonas, der gar nicht mehr weiß, wer oder was er ist, außer dass er sich als Jude in der Schule ausgeschlossen fühlt. Was heißt es, in Europa jüdisch zu sein? Kornél Mundruczó und seine Drehbuchautorin Kata Wéber schöpfen in ihrem Drama aus persönlichen Familienerfahrungen und entwerfen ein erschütternd ergreifendes, aber auch beißend ironisches Triptychon. Über drei Generationen folgt „Evolution“ dem Schicksal der Mitglieder einer jüdischen Familie von 1945 bis heute. Großmutter, Mutter und Sohn, gleichzeitig Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Eine Geschichte, die tief in die psychologischen Untiefen des Holocausts, des Traumas, der persönlichen Identifikation eindringt und dem wachsenden Antisemitismus nachspürt, auch in einer scheinbar liberalen Gesellschaft. Eva, Lena und Jonas - drei Generationen, deren Traumata in der Gegenwart einen neuen Ausdruck finden. Mit ihrem Spielfilm „Evolution“ realisierten Kornél Mundruczó und Kata Wéber in erneuter Zusammenarbeit nach dem Erfolg ihres englischsprachigen Films „Pieces of a Woman“ (2021 Oscarnominierung für Hauptdarstellerin Vanessa Kirby) wieder eine europäische Koproduktion. „Mit vielen surrealen Stilisierungen entwirft der auf einem Bühnenstück fußende Film ein theatrales Familientriptychon, das von der Weitergabe der Holocaust-Traumata erzählt und von der Gegenwart des Antisemitismus in Deutschland. Anlass zur Hoffnung besteht in der Andeutung, kulturelle Identitätsmuster auch hinter sich lassen zu können.“ (Filmdienst)
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Lili Monori
Éva
Annamária Láng
Léna
Goya Rego
Jónás
Padmé Hamdemir
Yasmin
Jule Böwe
Frau Clausen
Harald Kolaas
Cleaner I.
Erik Major
Cleaner II.
Katona László
Cleaner III.
Róza Kertész
Baby Eva
Danielle Lessie
College Student
Bálint Kuttner
Soviet Soldiers
Dániel Pásztor
Soviet Soldiers
Bence Szécsi
Soviet Soldiers
János Gál
Soviet Soldiers
Igor Lazin
Soviet Soldiers
János György
Soviet Soldiers
Tiziano Bulfoni
Soviet Soldiers
Dániel Kertész
Soviet Soldiers
Mihály Mundruczó
Soviet Soldiers
Lörinc Timár
Polish Red Cross Volunteer
Zsigmond Timár
Polish Red Cross Volunteer
Ronetta Winkler-Lajtai
Baby Stand-In
Jonathan Borsch Dannenberg
Robert
Aram Ahmadi
Ali
Hüseyin Güler
Friend of Ali I
Can Akbeniz
Friend of Ali II
Bernd Grawert
Daniel
Kornél Mundruczó
Regie
Kata Wéber
Drehbuch
Yorick Le Saux
Kamera
Dascha Dauenhauer
Musik
38646993