Unterdrückte Generation kriegt eine große Stimme
Drama
Straight Outta Compton
Spielfilm
USA/J 2015
ab 12
140 Min. (147 Min.)
Eazy-E, Ice Cube und Dr. Dre gründeten in den 90ern das legendäre Hip-Hop-Kollektiv NWA. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und so auch Leute, die nacheifern, hassen oder einfach nicht verstehen, was Sache ist. Aber auch innerhalb der Gruppe bröckeln schnell die Freundschaften, wenn plötzlich Geld und Ruhm zwischen den Mitgliedern stehen.
"Fuck Tha Police" ist ihre Hymne, angriffig ihr Bandname: "N.W.A. - Niggaz Wit' Attitude". Sechs junge Afroamerikaner aus dem Kampfgebiet der Drogengangs in Los Angeles begründen Ende der 1980er-Jahre die Stilrichtung des "Gangsta Rap". In derben Texten thematisieren sie ihren Alltag zwischen Polizeigewalt, Rassismus sowie den Feden bewaffneter Gangs und teuren Schlitten, heisse Bräute und sich selbst. Mit dem Erfolg schleicht sich Missgunst ein, Ice Cube (gespielt von seinem Sohn im richtigen Leben, O'Shea Jackson jr.) setzt sich ab und feiert als einzelner Rapper sowie später auch als Schauspieler Erfolge, Dr. Dre (Corey Hawkins) wird zum Starproduzenten und Entdecker von Stars wie Snoop Dogg und Eminem. Das schillerndste Bandmitglied, den zügellose Rapper Eazy-E (Jason Mitchell), holt das Schicksal auf tragische Weise ein. Die Wurzeln von Regisseur F. Gary Gray sind dieselben wie jene seiner stimmig porträtierten Helden, begann er doch seine Karriere mit Rapvideos, unter anderem von Ice Cube. Dies mag erklären, weshalb Gray den richtigen Tonfall findet, wie auch "Die Weltwoche" befand: "F. Gary Gray und seine Autoren sind ganz nah an ihren Figuren und deren Wut und Enthemmung. Sie werden nicht verklärt, sind wie Boxer auf Speed, reden, wie sie rappen, und benehmen sich wahnhaft wie ekstatische Flammen, als triebe sie eine panische Angst vor dem 'Einfrieren'. 'Straight Outta Compton' macht mit drangsalierenden Cops, rüden Gangmitgliedern, windigen Ausbeutern, wilden Girls und Verbal-Tornados voller physischer Präsenz die Entstehung des Reality-Rap nachvollziehbar." Der berüchtigtsten Band des Westcoast-Rap gelang der Sprung direkt auf Platz 1 der US-Charts, das "Rolling Stone" führt sie auf Platz 83 einer Liste der "100 Greatest Artists of All Time" und die Rapper wurden 2016 in die "Rock and Roll Hall of Fame" aufgenommen. Der offene Bandenkrieg in Compton und Süd-Los Angeles überhaupt ist mittlerweile Geschichte, Rassenunruhen und Polizeigewalt hingegen machen auch heute noch betrübliche Schlagzeilen. Insofern hat die Protestmusik von "N.W.A." nach wie vor eine gewisse Daseinsberechtigung.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Corey Hawkins
Dr. Dre
O'Shea Jackson Jr.
Ice Cube
Jason Mitchell
Eazy-E
Neil Brown Jr.
DJ Yella
Aldis Hodge
MC Ren
Paul Giamatti
Jerry Heller
Marlon Yates jr.
The D.O.C
Lakeith Stanfield
Snoop Dogg
Rebecca Olejniczak
Hostess
Alexandra Shipp
Kim
Orlando Brown
Jay Loke
Allen Maldonado
Al
Dean Cameron
Capitol Records Executive
Tate Ellington
Bryan Turner
R. Marcos Taylor
Suge Knight
Keith Powers
Tyree Crayton
Karen Ann Cabrera
NWA Fan
Demetrius Grosse
Rock
Anna Clols
Gorgeous Girl
Val Emanuel
Girl
Aeriél Miranda
Lavetta
Larry Sullivan
Journalist
Corey Reynolds
Lonzo Williams
A. Russell Andrews
Pastor
Thomas Q. Jones
Large Man
Carra Patterson
Tomica
Elena Goode
Nicole
Joshua Brockington
Young Warren G.
Sheldon A. Smith
Warren G.
Cleavon McClendon
Jinx
Lisa Renee Pitts
Verna Griffin
F. Gary Gray
Regie
Andrea Berloff
screenplay
Jonathan Herman
screenplay
Matthew Libatique
Kamera
Joseph Trapanese
Musik
39906065