Unheimlich brutal und brachial gut
Bonnie and Clyde
Gangsterfilm
Eben aus dem Gefängnis entlassen, trifft der Farmerssohn Clyde Barrows (Warren Beatty) in einem langweiligen Provinznest die Kellnerin Bonnie Parker (Faye Dunaway) und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Um ihr zu imponieren, raubt er einen Laden aus. Mit einem gestohlenen Auto startet das Paar daraufhin eine ungewöhnliche, kriminelle Karriere. Nach einem ihrer Banküberfälle schliesst sich ihnen der junge Tankwart C. W. Moss (Michael J. Pollard) an. Clydes Bruder Buck (Gene Hackman) und dessen hysterische Frau Blanche (Estelle Parsons) vervollständigen schliesslich die Barrows-Bande, die bald im ganzen amerikanischen Südwesten berühmt und berüchtigt ist. Bonnie spielt den Medien Bilder und selbstverfasste romantische Gangstergedichte zu. Übermütig machen sie sich vor allem den Texas Ranger Frank Hamer (Denver Pyle) zum erbitterten Feind, denn sie überrumpeln ihn und stellen ihn mit einem kompromittierenden Foto bloss. "Bonnie und Clyde" löste in seinem Erscheinungsjahr heftigste Kontroversen aus. Die renommierte Filmkritikerin Pauline Kael begründete diesen Aufruhr damit, dass der Gangsterfilm sowohl inhaltlich wie formal für gewisse Leute zu visionär sei. Die neun Oscar-Nominierungen gaben ihr Recht. Heute gilt "Bonnie und Clyde" unbestritten als Meisterwerk und als Vorbild für diverse amerikanische Outlaw-Filme, wie etwa "Badlands", "Natural Born Killers" und "Thelma and Louise". Warren Beatty war die Rolle des impotenten Gangsters Clyde auf den Leib geschneidert. Er war es, der den Stoff, der auf einer wahren Geschichte aus den Dreissigerjahren beruht, produzierte und Arthur Penn als Regisseur verpflichtete. Die aussergewöhnliche Gangsterballade schob auch die Karrieren von Faye Dunaway und Gene Hackman an. SRF 1 zeigt "Bonnie und Clyde" zu Ehren von Hollywoddiva Faye Dunaway, die am 14. Januar ihren 80. Geburtstag feiert.
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