Nachkolorierte Nachkriegs-Heidi
Kinderfilm
Heidi und Peter
Spielfilm
CH 1955
ab 6
100 Min. (89 Min.)
Heide und der Großvater bekommen Besuch auf der Alm: Klara und Fräulein Rottenmayer reisen aus Frankfurt an. Peter reagiert eifersüchtig auf die innige Freundschaft zwischen Heidi und Klara.
Heidi (Elsbeth Sigmund) und der Alpöhi (Heinrich Gretler) haben sich den Winter über im Dorf bei Peters Mutter Brigitte (Margrit Rainer) einquartiert. Die Kinder besuchen gemeinsam die Schule, doch Peter (Thomas Klameth) kann dem Unterricht noch immer nichts abgewinnen und schwänzt so oft wie möglich. Zusammen mit dem Lehrer (Emil Hegetschweiler) entwickeln Heidi und der Alpöhi deshalb einen Plan, um den Faulenzer zu motivieren: Der Samichlaus soll ihm Beine machen. Währenddessen wird im Hause Sesemann in Frankfurt die längst überfällige Reise in die Schweiz immer wieder verschoben. In den Sommerferien soll es endlich klappen. Doch als die Koffer schon gepackt sind, will Herr Sesemann (Willy Birgel) wieder einen Rückzieher machen: Der Grund sind Geschäfte. Das freut Fräulein Rottenmeier (Anita May), denn ihr graut vor den Bergen, und lässt Klara (Isa Günther) in Tränen ausbrechen. Da eilt Grossmutter Sesemann (Traute Carlsen) ihrer Enkelin zu Hilfe und übernimmt kurzerhand die Reiseleitung. Doch im "Dörfli" hat der schusselige Peter vergessen, Heidi den Brief von Klara zu übergeben. Als sie die freudige Nachricht endlich liest, stehen die Frankfurter bereits vor der Alphütte. Heidi und Klara, die wegen eines Rückfalls wieder den Rollstuhl benötigt, sehen einem unbeschwerten Sommer entgegen. Nur Peter, der heimlich in Heidi verliebt ist, hat eine harte Zeit. Eines Tages zerstört er aus Eifersucht Klaras Rollstuhl. Doch dieser Racheakt hat ungeahnte Folgen. Der Kinoerfolg von "Heidi" (1952) verlangte schon aus rein wirtschaftlichen Gründen nach einer Fortsetzung. Drehbuchautor Richard Schweizer schrieb deshalb frei nach Johanna Spyri und mit viel eigener Fantasie eine zweite Geschichte, die "fremdenverkehrstauglich" in den schönsten Gegenden des Kantons Graubünden angesiedelt ist. Die Schweizer Bergwelt sollte diesmal noch besser zur Geltung gebracht werden, denn man hatte sich entschieden, "Heidi und Peter" als ersten Schweizer Spielfilm in Farbe zu drehen. Die Regie übernahm der Berner Franz Schnyder, der mit seinen beiden aussergewöhnlich erfolgreichen Gotthelf-Verfilmungen "Uli der Knecht" und "Uli der Pächter" sein Talent für ländlich-bäuerliche Themen unter Beweis gestellt hatte. Für sämtliche Hauptrollen konnte wieder die Originalbesetzung verpflichtet werden. Kameramann Emil Berna durfte die Geschichte in spektakuläre Bilder umsetzen. Weil diesmal bedeutend mehr Geld zur Verfügung stand, wurde eine Sturmsequenz, die als dramatischer Höhepunkt die zweite Filmhälfte prägt, in den Studios der Bavaria Film in München gedreht. Dafür wurde eigens ein riesiger Wassertank gebaut, um die Überschwemmung des Dorfes so realistisch wie möglich zeigen zu können.
Ein vor allem an der Potenz des Regisseurs gemessen erschreckend anspruchsloser Kinder- und Heimatfilm. Was ihn sympathisch macht, sind vor allem die frischen und natürlichen Kinderszenen (Lex. des Internat. Films).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Elsbeth Sigmund
Heidi
Heinrich Gretler
Alp-Öhi
Thomas Klameth
Geißenpeter
Emil Hegetschweiler
Lehrer
Willy Birgel
Herr Sesemann
Isa Günther
Klara Sesemann
Theo Lingen
Sebastian
Traute Carlsen
Klara's grandmother / Klaras Grossmutter
Anita Mey
Frl. Rottenmeyer
Carl Wery
Dr. Classen
Margrit Rainer
Peter's mother / Peters Mutter
Fred Tanner
The Parson
Max Haufler
Bäcker
Peter W. Loosli
2.Geometer
Schaggi Streuli
1.Geometer
Franz Schnyder
Regie
Richard Schweizer
screenplay
Paul Ruffy
Drehbuch
David Wechsler
Drehbuch
Emil Berna
Kamera
Robert Blum
Musik
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