Diskussion
NZZ-Standpunkte
Folge 2
Talk
CH 2026
Ohne Altersbeschränkung
45 Min.
Stereo
Sebastian Kurz: Ist der Westen am Ende?
Originaltitel: NZZ Standpunkte
In der Gesprächssendung "NZZ-Standpuntke" unterhalten sich bekannte Moderatoren mit illustren Gästen über ein aktuelles Thema aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.
Spätestens seit der Forderung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Dänemark solle Grönland an die Vereinigten Staaten abgeben, ist für Europa klar: Die Welt hat sich verändert. Es ist nicht mehr sicher, dass man sich in jedem Fall auf seine Nato-Verbündeten verlassen kann. Die USA schauen auf sich selbst und scheinen viel weniger daran interessiert, die Rolle des Weltpolizisten einzunehmen. Der Zeitpunkt dieser Veränderung ist für Europa denkbar ungünstig. Mehrere Krisen halten die Gesellschaften und die Politik des Kontinents auf Trab. Die Migrationsfrage und der Aufstieg von neuen Rechtsparteien treiben einen Keil durch einzelne Länder. Seit Jahren stagniert die Wirtschaft, und die Staaten sind überschuldet. Brüssel übt sich zwar in grossen Regulierungsvorhaben, doch Erfindungen und neue technische Errungenschaften stammen immer häufiger ausschliesslich aus Fernost oder Kalifornien. All dies geschieht vor dem Hintergrund des russischen Überfalls auf die Ukraine. Selbst nach vier Jahren hat der Westen kein Rezept, um Moskau von seinen Plänen abzubringen und Frieden zu schaffen. Hinzu kommen die nachwirkende Verunsicherung durch die Corona-Pandemie und der demografische Wandel. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob Europa in der geopolitischen Bedeutungslosigkeit versinkt - oder ob es dem Kontinent gelingen kann, aus eigener Kraft sein Schicksal zu bestimmen. Sebastian Kurz ist ehemaliger Bundeskanzler Österreichs. Der NZZ-Chefredaktor Eric Gujer spricht mit ihm über die Zukunft Europas und dessen Länder.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
43280672