Nachtlinie extra
Folge 292 | Gespräch
Andreas Bönte ist zu Besuch in Regensburg. Die jüdische Gemeinde zählt zu den ältesten Deutschlands. Im Frühmittelalter war sie ein Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit. Ihre Talmudschule war von großer Bedeutung. Die Regensburger Lehre wurde europaweit bekannt. Doch die Geschichte der jüdischen Bevölkerung Regensburg ist eine wechselvolle, eine Geschichte der Vertreibungen, Vernichtung und Neuanfänge. Ilse Danziger arbeitet schon seit über 30 Jahren in der Israelitischen Kultusgemeinde Regensburg. Heute ist sie deren Vorsitzende. Sie hat den zahlenmäßigen Aufschwung der Gemeinde durch den Zuzug zahlreicher sogenannter "Kontingentflüchtlinge" aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion erlebt. Und sie hat lange, gemeinsam mit Vertretern und Vertreterinnen der Stadtgesellschaft, für eine neue Synagoge mit Gemeinderäumen gekämpft, um Platz für die steigende Zahl der jüdischen Gemeindemitglieder zu schaffen. Ihre Arbeit zeigte Erfolg: Ein neues Gemeindehaus mit Synagoge wurde 2019 feierlich eingeweiht.
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