Tochter tauber Eltern will Klarinette lernen
Drama
Jenseits der Stille
Spielfilm
D 1996
ab 6
110 Min. (109 Min.)
Stereo
16:9
Die junge Lara übersetzt für ihre gehörlosen Eltern in allen möglichen Lebenslagen. Als sie eine Klarinette geschenkt bekommt, muss sie sich entscheiden - für die Welt der Stille oder die der Musik.
2 Deutsche Filmpreise Nominiert für 1 Oscar® Was für ein Geräusch macht die Sonne, wenn sie aufgeht? Wie klingt der Schnee, wenn er auf die Wiese fällt? Das Erraten von Geräuschen ist das Lieblingsspiel von Lara und ihrem gehörlosen Vater Martin. In ihrer Familie ist Lara die Einzige, die hören und sprechen kann. Von klein auf unterhält sie sich mit ihren Eltern in der Gebärdensprache und hilft ihnen als Übersetzerin in allen Lebenslagen. Am Weihnachtsfest im Haus der Großeltern begegnet Lara ihrer Tante Clarissa. Clarissa ist eine temperamentvolle und schöne Frau und vor allem eine erfolgreiche Jazz-Klarinettistin. Das Mädchen ist von der ungewöhnlichen Frau begeistert, denn Clarissa bringt eine neue Dimension in Laras Leben: Musik! Lara beginnt selbst, Klarinette zu spielen. Ihr Vater interpretiert dies als persönlichen Affront und distanziert sich immer mehr von seiner Tochter. Als Lara mit 18 Jahren zu ihrer Tante nach Berlin zieht, um an der Musikhochschule zu studieren, zerreißt das Band zwischen Vater und Tochter vollständig. Erst durch einen Schicksalsschlag findet Martin allmählich Verständnis für Lara. "Ein Film, der die Stille zu Musik werden läßt und seine Stärke in der Balance zwischen Lachen und Weinen, Freude und Schmerz findet. 'Jenseits der Stille' ist ein Ereignis unter den deutschen Produktionen und hervorragend besetzt." (Quelle: Dirk Jasper FilmLexikon) "Dank seiner guten Besetzung in allen Rollen, überzeugenden darstellerischen Leistungen unter sicherer Führung, gelingt eine eindrucksvolle Durchdringung der Welt der Gehörlosen, mit all ihren Problemen der sozialen Eingliederung und familiären Konflikten." (Quelle: FBW Langfilme)
Ein gelungenes Kinodebüt einer Absolventin der Münchener Filmhochschule. Der Film überzeugt sowohl als sensible Gestaltung der Probleme von Behinderten als auch in seiner universalen Thematik des Selbstfindungsprozesses einer jungen Frau und dem Plädoyer für Verständnis und Offenheit gegenüber unvereinbar scheinenden Erfahrungswelten (Lex. des Internat. Films).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Sylvie Testud
Lara
Tatjana Trieb
Lara als Kind
Howie Seago
Martin
Emmanuelle Laborit
Kai
Sibylle Canonica
Clarissa
Matthias Habich
Gregor
Hansa Czypionka
Tom
Alexandra Bolz
Marie
Doris Schade
Lilli
Horst Sachtleben
Robert
Hubert Mulzer
Herr Gärtner
Birge Schade
Fräulein Mertens
Stephan Kampwirth
Bankbeamter
Lea Mekhméche
Johanna
Laurel Severin
Martin als Kind
Selestina Stanissavijevic
Clarissa als Kind
Julia Lorbeer
Bettina
Anna Bickhofer
Bea
Stefan Spreer
Walter
Susann Bieling
Verkäuferin im Spielzeuggeschäft
Karin Lehmann
Sekretärin in Musikhochschule
Stefan von Moers
Mitarbeiter der Musikhochschule
Marta Rodriguez
Dame bei Konzert
Jutta Schaad
Angestellte Musikhochschule
Ute Cremer
Professorin Musikhochschule
Caroline Link
Regie
Beth Serlin
Drehbuch
Gernot Roll
Kamera
Niki Reiser
Musik
32792938